| RELIGIONSLEHRER |
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Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien
Mit dem Studienjahr 2007/2008 hat in Österreich eine neue Ära in der Lehreraus- und weiterbildung begonnen. Die bisher 51 staatlichen und privaten Pädagogischen Akademien und Institute wurden in insgesamt 14 Pädagogische Hochschulen umgewandelt. Neun davon werden vom Staat, vier von den Kirchen und eine in gemischter Trägerschaft (Bund, Land, Kirche) getragen. Die gesamte Lehreraus-, fort- und -weiterbildung der PflichtschullehrerInnen bzw. ReligionslehrerInnen aller christlichen Konfessionen (Volksschule, Hauptschule, Sonderschule, Polytechnische Schule) wird in Zukunft unter dem Dach der Pädagogischen Hochschulen stattfinden. Die Ausbildung der LehrerInnen in Allgemeinbildenden sowie Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen bleibt weiterhin im Bereich der Universitäten. Seit Oktober 2007 gibt es in Wien zwei Pädagogische Hochschulen, eine vom Bund getragene Pädagogische Hochschule, sowie eine von den Kirchen erhaltene Kirchlich Pädagogische Hochschule. Mit einer akademischen Feier und einem ökumenischen Gottesdienst, an dem Repräsentanten von elf christlichen Kirchen in Österreich mitwirkten, wurde am 1. Oktober 2007 in Wien die neue Kirchliche Pädagogische Hochschule eröffnet. Diese neu gegründete Hochschule ist mit der Einrichtung von acht Instituten und der Konzeption einer ökumenischen Profilierung der Lehrerbildung nicht nur die größte diesbezügliche Institution in Österreich, sondern einzig in ihrer Art in ganz Europa. An den drei Standorten der neuen Kirchlich Pädagogischen Hochschule in Wien-Strebersdorf, Wien-Gersthof und Krems (Niederösterreich) werden zurzeit etwa 1400 Studenten ausgebildet. Mit dem akademischen Grad eines "Bachelor of Education" (BEd) wird die Ausbildung zum Volks-, Haupt-, Sonderschul- oder ReligionslehrerIn abgeschlossen. Am Institut für die Ausbildung von ReligionslehrerInnen im Rahmen der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems wird auch ein sechssemestriges Bachelorstudium für die Ausbildung von Orthodoxen Religionslehrerinnen- und lehrer für Pflichtschulen angeboten. Neben dem Ausbildungsstudium bietet die Hochschule auch Weiterbildungsangebote für LehrerInnen aller Schultypen. An diesem europaweit einzigen Projekt sind fünf traditionelle christlichen Konfessionen beteiligt: Katholiken, Evangelische, Orthodoxe, Altkatholiken und Altorientalen. Die Orthodoxe Kirche in Österreich erhielt in der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule die einzige orthodoxe Lehreinrichtung im deutschsprachigen Raum und damit die Möglichkeit zu einer religionspädagogischen Ausbildung. So wird nicht nur auf Dauer der Bedarf an ReligionspädagogInnen gedeckt, sondern auch die Rechte der orthodoxen Christen dieses Landes auf einen ihnen gemäßen Religionsunterricht deutlich. Seit dem Schuljahr 1992 / 93 wird orthodoxer Religionsunterrichtet in den österreichischen Schulen erteilt. Die Ausbildung von derzeit 30 StudentInnen aus allen orthodoxen Diözesen des Landes zu ReligionslehrerInnen, die bereit und fähig sind, junge Orthodoxe ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft in Deutsch als Unterrichtssprache zu unterrichten, ist für die Zukunft unserer Kirche von herausragender Bedeutung. Damit wurde in Österreich, das einen nicht geringen Anteil an orthodoxen Christen aufweist (insgesamt über 400.000 Gläubige) und auf eine schon eineinhalb Jahrzehnte währende Praxis orthodoxen Religionsunterrichtes zurückblicken kann, endlich eine Basisausbildung für zukünftige orthodoxe Religionslehrer eingerichtet. Außerdem soll auch eine berufsbegleitende religionspädagogische Fort- und Weiterbildung ermöglicht werden. Hierzu sind allerdings noch die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien versucht, vor allem am Institut für die Ausbildung von ReligionslehrerInnen, in einer kulturellen und konfessionsorientierten Vielfalt eine innovative und identitätsbildende wertorientierte Lehrerbildung auf hohem Niveau zu erreichen. Im Dialog über die konfessionelle Identität sowie im konkret praktizierten Miteinander sollen individuelle Ziele und Visionen gemeinschaftlich und konstruktiv entwickelt und grenzübergreifend vermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.kphvie.at |








